Kirchliche Dokumente
Die Katholische Kirche hat ihr Verständnis des interreligiösen Dialogs in einer Vielzahl von Dokumenten festgehalten. Diese sind für die Arbeit im interreligiösen Dialog von besonderer Wichtigkeit. Außer den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils, unter denen insbesondere die Erklärung Nostra aetate über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen zu nennen ist, gibt es vielfältige Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls, Dokumente oder Arbeitshilfen.
Eine Übersicht zu den offiziellen Dokumenten der katholischen Kirche zum Dialog mit dem Islam hat CIBEDO 2009 einen Band herausgegeben. Inhalt und Vorwort finden Sie hier. Eine Auswahl der wichtiger Dokumente sowie die Veröffentlichungen der Folgejahre finden Sie auf dieser Seite. Diese Seite ist im Aufbau und wird kontinuierlich überarbeitet.
Zweites Vatikanisches Konzil
ist die Erklärung der Kirche über das Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen. Für den christlich-islamischen Dialog von besonderer Bedeutung sind die Abschnitte 2 und 3.
In NA 2 wird zunächst über die Religionen im Allgemeinen gesprochen und festgehalten, dass der interreligiöse Dialog mit „Klugheit und Liebe“ geführt werden soll. Dieses Motto beschreibt die Arbeit von CIBEDO und ist im Logo auf Deutsch und Arabisch aufgeführt. Zudem hält das Dokument fest:
„Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“
NA 3 beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Kirche zu den Muslimen:
„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde (5), der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.
Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.“
Lumen gentium ist die dogmatische Konstitution über die Kirche.
LG 16 ist von besonderer Bedeutung, da in diesem Abschnitt darauf verwiesen wird, dass die Heilsabsicht Gottes alle Menschen – und somit auch die Muslime – umfasst. Die Kirche wendet sich hier mit einem universellen Heilswillen Gottes radikal vom Ausspruch „extra ecclesiam nulla salus“ (außer der Kirche kein Heil) ab, welcher bis dahin galt. Trotzdem ist und bleibt die Kirche der Ort, an dem das Heil Gottes am besten erfahrbar ist.
„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“
Ebenfalls von großer Bedeutung für den Dialog ist die Erklärung Dignitatis Humanae zur Religionsfreiheit. Diese bildet die Grundlage für einen demokratischen und offenen interreligiösen Dialog.
„Das Vatikanische Konzil erklärt, daß die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat. Diese Freiheit besteht darin, daß alle Menschen frei sein müssen von jedem Zwang sowohl von seiten Einzelner wie gesellschaftlicher Gruppen, wie jeglicher menschlichen Gewalt, so daß in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln, noch daran gehindert wird, privat und öffentlich, als einzelner oder in Verbindung mit anderen – innerhalb der gebührenden Grenzen – nach seinem Gewissen zu handeln. Ferner erklärt das Konzil, das Recht auf religiöse Freiheit sei in Wahrheit auf die Würde der menschlichen Person selbst gegründet, so wie sie durch das geoffenbarte Wort Gottes und durch die Vernunft selbst erkannt wird. Dieses Recht der menschlichen Person auf religiöse Freiheit muß in der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft so anerkannt werden, daß es zum bürgerlichen Recht wird.“
Dokumente des Apostolischen Stuhls zum Interreligiösen Dialog
Auch in der Veröffentlichungsreihe „Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls“ finden sich verschiedene Dokumente mit Bedeutung für den interreligiösen Dialog:
Fratelli Tutti ist die die Enzyklika von Papst Franziskus über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft. Grundanliegen des Papstes ist eine weltweite Geschwisterlichkeit, die vor dem Hintergrund der globalen Krisen eine existentielle Notwendigkeit geworden ist. Das in Abu Dhabi mit dem Großimam Ahmad al-Tayyeb unterzeichnete Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen benennt er als wichtige Inspiration für die Enzyklika.
Erstmals wird ein Muslim als Inspiration für eine Enzyklika genannt:
„Wenn mir bei der Abfassung von Laudato si’ eine Quelle der Inspiration durch meinen Bruder, den orthodoxen Patriarchen Bartholomaios, zuteilwurde, der sich nachdrücklich für die Sorge um die Schöpfung eingesetzt hat, so habe ich mich in diesem Fall besonders vom Großimam Ahmad Al-Tayyeb anregen lassen, dem ich in Abu Dhabi begegnet bin. Dort haben wir daran erinnert, dass Gott »alle Menschen mit gleichen Rechten, gleichen Pflichten und gleicher Würde geschaffen und sie dazu berufen hat, als Brüder und Schwestern miteinander zusammenzuleben«. Es handelte sich nicht um einen einfachen diplomatischen Akt, sondern um eine auf dem Dialog und einem gemeinsamen Engagement aufbauende Reflexion.“
„In einer weiträumigeren Perspektive erinnerte ich gemeinsam mit dem Großimam Ahmad Al-Tayyeb daran, dass »die Beziehung zwischen dem Westen und dem Osten von gegenseitiger Notwendigkeit ist und weder ersetzt noch vernachlässigt werden kann, damit beide durch den Austausch und Dialog der Kulturen sich gegenseitig kulturell bereichern. Der Westen könnte in der Kultur des Ostens Heilmittel für einige seiner geistigen und religiösen Krankheiten finden, die von der Vorherrschaft des Materialismus hervorgerufen wurden. Und der Osten könnte in der Kultur des Westens viele Elemente finden, die ihm hilfreich sind, sich von der Schwachheit, der Spaltung, dem Konflikt und vor dem wissenschaftlichen, technischen und kulturellen Abstieg zu retten. Es ist wichtig, den religiösen, kulturellen und historischen Unterschieden Aufmerksamkeit zu schenken, die ein wesentlicher Bestandteil in der Bildung der Persönlichkeit, der Kultur und der Zivilisation des Ostens sind. Es ist auch wichtig, die allgemeinen gemeinsamen Menschenrechte zu festigen, um dazu beizutragen, ein würdiges Leben für alle Menschen im Westen und im Osten zu gewährleisten, wobei der Rückgriff auf eine doppelte Politik vermieden werden muss«.“
„In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass wir gemeinsam mit dem Großimam Ahmad Al-Tayyeb »von den Architekten der internationalen Politik und der globalen Wirtschaft ein ernsthaftes Engagement zur Verbreitung einer Kultur der Toleranz, des Zusammenlebens und des Friedens [verlangt haben,] ein schnellstmögliches Eingreifen, um das Vergießen von unschuldigem Blut zu stoppen». Und wenn eine bestimmte Politik im Namen des Wohls des eigenen Landes Hass und Angst gegenüber anderen Nationen sät, muss man sich sorgen, rechtzeitig reagieren und sofort die Route korrigieren.“
„Bei dem brüderlichen Treffen mit dem Großimam Ahmad Al-Tayyib, an das ich mich freudig erinnere, erklärten wir »mit Festigkeit, dass die Religionen niemals zum Krieg aufwiegeln und keine Gefühle des Hasses, der Feindseligkeit, des Extremismus wecken und auch nicht zur Gewalt oder zum Blutvergießen auffordern. Diese Verhängnisse sind Frucht der Abweichung von den religiösen Lehren, der politischen Nutzung der Religionen und auch der Interpretationen von Gruppen von religiösen Verantwortungsträgern, die in gewissen Geschichtsepochen den Einfluss des religiösen Empfindens auf die Herzen der Menschen missbraucht haben […]. Denn Gott, der Allmächtige, hat es nicht nötig, von jemandem verteidigt zu werden; und er will auch nicht, dass sein Name benutzt wird, um die Menschen zu terrorisieren«. Deshalb möchte ich hier den Aufruf für Frieden, Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit, den wir gemeinsam gemacht haben, wieder aufgreifen:
»Im Namen Gottes, der alle Menschen mit gleichen Rechten, gleichen Pflichten und gleicher Würde geschaffen hat und der sie dazu berufen hat, als Brüder und Schwestern miteinander zusammenzuleben, die Erde zu bevölkern und auf ihr die Werte des Guten, der Liebe und des Friedens zu verbreiten.
Im Namen der unschuldigen menschlichen Seele, die zu töten Gott verboten hat, wenn er sagt, dass jeder, der einen Menschen ermordet, so ist, als hätte er die ganze Menschheit getötet, und dass jeder, der einen Menschen rettet, so ist, als hätte er die ganze Menschheit gerettet.
Im Namen der Armen, Notleidenden, Bedürftigen und Ausgegrenzten, denen beizustehen nach Gottes Gebot alle verpflichtet sind, insbesondere alle vermögenden und wohlhabenden Menschen.
Im Namen der Waisen, Witwen, Flüchtlinge und aller, die aus ihren Häusern und Heimatländern vertrieben wurden, aller Opfer von Krieg, Verfolgung und Ungerechtigkeit; im Namen aller Schwachen, aller in Angst lebenden Menschen, der Kriegsgefangenen und der Gefolterten überall auf der Welt, ohne irgendeinen Unterschied.
Im Namen der Völker, die der Sicherheit, des Friedens und des gemeinsamen Zusammenlebens entbehren und Opfer von Zerstörung, Niedergang und Krieg wurden.
Im Namen der Brüderlichkeit aller Menschen, die alle umfasst, vereint und gleich macht an Würde.
Im Namen dieser Brüderlichkeit, welche durch die politischen Bestrebungen von Integralismus und Spaltung sowie durch maßlos gewinnorientierte Systeme und abscheuliche ideologische Tendenzen, die die Handlungen und Schicksale der Menschen manipulieren, entzweit wird.
Im Namen der Freiheit, die Gott allen Menschen geschenkt hat, als er sie frei geschaffen und mit dieser besonderen Würde auszeichnet hat.
Im Namen der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit, den Grundlagen des Wohlstands und den Eckpfeilern des Glaubens.
Im Namen aller Menschen guten Willens an allen Orten der Welt.
Im Namen Gottes und all des eben Gesagten […] [nehmen wir] die Kultur des Dialogs als Weg, die allgemeine Zusammenarbeit als Verhaltensregel und das gegenseitige Verständnis als Methode und Maßstab [an]«“
Die Religionsfreiheit im Dienste des Allgemeinwohls ist eine Veröffentlichung der Internationalen Theologischen Kommission, die im Auftrag von Papst Franziskus erstellt wurde. Anknüpfend an die von der Konzilserklärung Dignitatis Humanae gesetzten Klarstellungen und Maßstäbe legt die Kommission ein Dokument vor, das sich gegenwärtigen Herausforderungen stellt.
Laudato si’ ruft zu einer umfassenden Sorge für das gemeinsame Haus (die Erde) auf und verbindet ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit, indem sie betont, dass Umweltzerstörung und Armut miteinander verknüpft sind. In der Fußnote der Nr. 233 wird erstmals ein Muslim in einer Enzyklika zitiert.
„Das Universum entfaltet sich in Gott, der es ganz und gar erfüllt. So liegt also Mystik in einem Blütenblatt, in einem Weg, im morgendlichen Tau, im Gesicht des Armen.159„
Fußnote 159: „Ein geistlicher Lehrer, Ali Al-Khawwas, betonte aus eigener Erfahrung ebenfalls die Notwendigkeit, die Geschöpfe der Welt nicht zu sehr von der inneren Gotteserfahrung zu trennen. Er sagte: „Man soll nicht von vornherein diejenigen kritisieren, welche die Verzückung in der Musik oder in der Poesie suchen. Es liegt ein feines Geheimnis in jeder Bewegung und in jedem Laut dieser Welt. Die Eingeweihten gelangen dahin zu erfassen, was der wehende Wind, die sich biegenden Bäume, das rauschende Wasser, die summenden Fliegen, die knarrenden Türen, der Gesang der Vögel, der Klang der Saiten oder der Flöten, der Seufzer der Kranken, das Stöhnen der Betrübten […] sagen“ (Eva de Vitray-Meyerovitch [Hrsg.], Anthologie du soufisme, Paris 1978, 200).“
Evangelii Gaudium fordert die katholische Kirche zu einer neuen, freudigen und missionarischen Evangelisierung auf, bei der das Evangelium in einer Welt voller Gleichgültigkeit, Ungerechtigkeit und sozioökonomischer Probleme lebendig und leidenschaftlich verkündet wird. Dabei betont Papst Franziskus die Option für die Armen, die Kritik an einer „Wirtschaft des Ausschlusses“ und die Notwendigkeit innerkirchlicher Erneuerung, die alle Getauften zu aktiven Zeugen der Frohen Botschaft macht.
In Nr. 250 betont Papst Franziskus die große Bedeutung des interreligiösen Dialogs, insbesondere mit dem Judentum und dem Islam, als Beitrag zu Frieden, Gerechtigkeit und gegenseitigem Verständnis. Dieser Dialog soll auf gegenseitigem Respekt, Wahrhaftigkeit und der Ablehnung jeder Form von Gewalt im Namen der Religion beruhen, ohne die eigene christliche Identität aufzugeben.
In Nr. 251 würdigt Papst Franziskus den Glauben der Muslime an den einen, barmherzigen Gott und betont die gemeinsamen Wurzeln im Glauben Abrahams als Grundlage für gegenseitige Achtung. Zugleich fordert er echten interreligiösen Dialog, der Religionsfreiheit einschließt und auf Gegenseitigkeit beruht, um Zusammenleben in Frieden zu fördern.
In Nr. 252 unterstreicht Papst Franziskus, dass der Dialog mit nichtchristlichen Religionen auf Achtung, Offenheit und der Anerkennung des Wirkens Gottes in allen Menschen beruhen soll. Gleichzeitig betont er, dass Christen dabei klar zu ihrem eigenen Glauben stehen und die Verkündigung Jesu Christi nicht aufgeben dürfen.
In Nr. 253 betont Papst Franziskus, dass die Beziehung der Kirche zum Judentum einzigartig ist, da Christen und Juden eine gemeinsame geistliche Herkunft und die Heiligen Schriften teilen. Er verurteilt entschieden jede Form von Antisemitismus und ruft zu gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und vertieftem Dialog auf.
In Nr. 254 hebt Papst Franziskus den Dialog mit Nichtglaubenden hervor, der auf der gemeinsamen Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Frieden und der Würde des Menschen beruht. Er betont, dass Vernunft, ethische Werte und das Engagement für das Gemeinwohl eine tragfähige Grundlage für gegenseitigen Respekt und konstrive Zusammenarbeit bilden.
Das Dokument Dialogue in Truth and Charity des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog (jetzt Dikasterium für den Interreligiösen Dialog) beschreibt den interreligiösen Dialog als einen Ausdruck von Wahrheit und Nächstenliebe, der über bloßen Meinungsaustausch hinausgeht und auf gegenseitiges Verständnis und Respekt zwischen Menschen verschiedener religiöser Traditionen zielt. Es betont, dass Dialog nicht den Glauben relativiert, sondern im Bewusstsein der eigenen religiösen Identität geführt werden muss und zugleich Raum für gemeinsames Handeln und Zusammenarbeit in gesellschaftlichen Fragen bietet. Weiterhin werden die theologischen Grundlagen des Dialogs, seine verschiedenen Dimensionen und konkrete Felder interreligiöser Beziehungen – etwa Bildung, Menschenwürde und gemeinsames soziales Engagement – erläutert und zur pastoralen Praxis orientiert. Insgesamt dient der Text als praktische Orientierung für Pastoren und Gläubige, die im interreligiösen Kontext tätig sind, damit sie diesen Dialog im Geist des Evangeliums führen.
Das Dokument Dialog und Verkündigung behandelt die Beziehung zwischen interreligiösem Dialog und der christlichen Verkündigung des Evangeliums, wobei beides als wesentliche, aber unterschiedliche und sich ergänzende Elemente des Evangelisierungsauftrags der Kirche verstanden wird. Es erklärt, dass Dialog als Haltung des gegenseitigen Respekts, Verständnisses und der positiven Beziehung zu anderen Religionen zu verstehen ist, nicht als Ersatz für die Verkündigung, sondern als vorbereitender und begleitender Prozess. Verkündigung wiederum ist die klare Weitergabe der Botschaft von Jesus Christus, die zur Bekehrung und zur tieferen Teilnahme am kirchlichen Leben führt. Insgesamt betont das Dokument, dass Dialog und Verkündigung gemeinsam in einer pluralistischen Welt praktiziert werden müssen, um Glauben authentisch zu leben und Zeugnis zu geben.
Ecclesia in Medio Oriente ruft die katholische Kirche im Nahen Osten dazu auf, ihre Gemeinschaft in Christus neu zu beleben und glaubwürdig Zeugnis zu geben, indem sie die Einheit des Glaubens trotz kultureller und liturgischer Vielfalt pflegt und fördert. Der Text betont die Bedeutung des dialogischen Miteinanders mit anderen christlichen Kirchen, mit Juden und Muslimen und wirbt für echten interreligiösen Respekt und Frieden. Zugleich erkennt er die schwierigen sozialen und politischen Herausforderungen für Christen in der Region an und ermutigt sie, angesichts von Migration, Diskriminierung und Konflikten standhaft im Glauben zu bleiben. Insgesamt wird die Kirche im Nahen Osten als lebendiges Zeichen der Kommunion und des Evangeliums inmitten vielfältiger Schwierigkeiten beschrieben.
Auszüge zum interreligiösen Dialog aus anderen Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls
Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz
Auch seitens der Deutschen Bischofskonferenz gibt es eine Reihe von Publikationen den christlich-islamischen Dialg betreffend. Anbei finden Sie zunächst die Arbeitshilfen, gefolgt von weiteren Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz. Die Auflistung erfolgt chronologisch mit den neusten Veröffentlichungen zuerst.
Weitere Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz
Dokumente, Materialien und Ansprechpartner der EKD
Das Kirchenamt der EKD bietet Ihnen auf den folgenden Seiten Informationen und Materialien über den Islam und zur christlich-muslimischen Zusammenarbeit an. Neben verschiedenen Arbeitsbereichen finden Sie unter dem angegebenen Link auch Handreichungen und Orientierungen der EKD, sowie die Adressen der evangelischen Ansprechpartner zum Thema Islam.
