Katholische Institutionen im Dialog

Tagung des Dikasteriums „Youth in Dialogue“, 6.-8.3.2026 in Turin

Die theologische Neuausrichtung der katholischen Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil hatte auch eine institutionelle Seite. Bereits vor dem Ende des Konzils wurde 1964 das „Sekretariat für Nichtchristen“ eingerichtet, das 1988 in den „Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog“ umbenannt wurde. Im Zuge einer Kurienreform wurde es 2022 zum „Dikasterium für den Interreligiösen Dialog“. Diese Institution organisiert auf vatikanischer Ebene den interreligiösen Dialog u.a. in Tagungen und Netzwerken, begleitete Dialogbegegnungen des Papstes, publiziert regelmäßig Grußbotschaften, u.a. zum Ramadan, und vereinzelt Dokumente zum interreligiösen Dialog.

In Deutschland wurde von der Deutschen Bischofskonferenz 1998 die Unterkommission für den Interreligiösen Dialog gegründet. Sie fördert und gestaltet den Dialog zwischen Christen und Muslimen in Deutschland u.a. durch repräsentative Treffen mit organisierten und nichtorganisierten Muslimen und durch die Ausführung und Entwicklung von Dialogformaten, wie u.a. in Zusammenarbeit mit CIBEDO den Empfang der Partnerinnen und Partner im christlich-islamischen Dialog.

Ebenso tritt CIBEDO in zahlreichen Begegnungsformaten, aber auch beratend, Fortbildung anbietend und publizierend und dokumentierend als feste katholische Institution im interreligiösen Dialog auf. Der interreligiöse Dialog auf der Ebene der Diözesen und der einzelnen Gemeinden wird eigenständig von den diözesanen Dialog- und Islambeauftragten sowie von weiteren kirchlichen Akteurinnen und Akteuren verantwortet und gestaltet. CIBEDO versteht sich hierbei als unterstützende, beratende und vernetzende Fachstelle.